E-Scooter mit Sitz? Wo gibt’s denn sowas?

Sehr geehrte Damen und Herren, nehmen Sie doch Platz. Sowas hört man selten, wenn es um E-Scooter geht. Schließlich kennt man die mobilen Stadtflitzer meistens ohne Ablageplatz für den Hintern. Aber wenn man es sich so recht überlegt … Immerhin fahren richtig gute E-Scooter mit Straßenzulassung teils bis zu 60 km pro Akkuladung. Auch wenn die Roller oft für die Überbrückung der letzten Meile angepriesen werden, heißt das ja noch lange nicht, dass Ihr die Reichweite aufstückeln müsst. Und mal ehrlich, 60 km lange Strecken im Stehen zu fahren, stellen wir uns ganz schön anstrengend vor. Deshalb haben wir mal für Euch geschaut, welche Elektroscooter mit Sitz es gibt und wie bequem die Dinger sind.

E-Scooter mit Sitz vs. E-Roller mit Sitz

eflux street 40 escooter

Ein E-Scooter ist nicht dasselbe wie ein E-Roller, wie Ihr lesen könnt, wenn Ihr auf die Links klickt. Die Kurzversion: Scooter ähneln eher einem Tretroller, während Roller aussehen wie ein Moped, Mofa, Schwalbe, nur eben jeweils mit elektrischem Motor. Die meisten Elektroroller mit Sitz sind also Standard, während Elektroscooter mit Sitz derzeit noch eine Seltenheit sind.

lehe k1

Elektroscooter mit Sitz oder ohne: Was sind die Unterschiede?

Auf dem einen könnt Ihr sitzen, auf dem anderen müsst ihr stehen. Soweit logisch. Aber gibt es sonst noch Unterschiede? Yep. Und das fängt schon beim offiziellen Namen an. Elektroroller mit Sitz sind nämlich keine Elektrokleinstfahrzeuge im Sinne der entsprechenden Verordnung.

Zu den Elektrokleinstfahrzeugen gehören bloß E-Scooter ohne Sitz sowie selbstbalancierende Fahrzeuge.

Die müssen den Regeln der eKFV (Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung) folgen, brauchen u.a. zwei voneinander unabhängige Bremssysteme, eine Beleuchtung an der Vorder- und Rückseite, sowie eine Klingel. Die Geschwindigkeit darf nicht schneller als 20 km/h sein. Und die Nennleistung des Motors darf 500 Watt nicht überschreiten.

Aber welcher Fahrzeugklasse werden die Elektroscooter mit Sitz nun zugeordnet? Sie fallen unter die Fahrzeugklasse L1e. Darunter fasst der Herr Gesetzgeber zweirädrige Kleinkrafträder wie Fahrräder mit elektrischem Antrieb zusammen. Wie genau die Bezeichnung ist, hängt von der Geschwindigkeit ab. Hier ist die erlaubte Nennleistung des Motors schon deutlich höher. Ganze 4000 Watt darf sie betragen. Bei so viel Power braucht Ihr natürlich extra Schutzvorrichtungen. So haben E-Scooter mit Sitz neben den oben genannten Sicherheitsvorkehrungen wie Licht, Klingel und Bremse zusätzlich einen Blinker und einen Rückspiegel.

Elektroscooter mit Sitz: Schneller als mit ohne

„Normale“ E-Scooter mit Straßenzulassung und ohne Sitz haben eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Das Gesetz sagt, dass E-Scooter mit Sitz schneller als das fahren dürfen, jedoch ist die maximale Höchstgeschwindigkeit 45 km/h. Es wird zwischen drei Fahrzeugklassen unterschieden:

      • 20 km/h = Leichtmofa (Mofa-Prüfbescheinigung)
      • 25 km/h = Mofa (Mofa-Prüfbescheinigung)
      • 45 km/h = Leichtkraftrad (Führerscheinklasse AM)

Ab wann darf man einen E-Scooter mit Sitz fahren?

Einen E-Scooter ohne Sitz dürft Ihr bereits mit 14 Jahren fahren. Soll es ein Leichtmofa mit Sitz werden, müsst Ihr wissen, dass die Mofa-Prüfbescheinigung erst ab 15 möglich ist. Für die Führerscheinklasse AM ist ein Mindestalter von 16 Jahren vorgeschrieben. Auch bekannt als Mofa-Führerschein. Hier darf das Gefährt nicht schneller als 25 km/h sein. Seid Ihr – zumindest auf dem Papier – schon erwachsen, dürft ihr Euch auf 45 km/h schnelle Elektroscooter mit Sitz freuen. Den Führerschein bitte immer bei Euch tragen, falls der Freund und Helfer ihn gerne sehen will.

Wie weit kommt man mit einem E-Scooter mit Sitz?

Im Vergleich zu einem herkömmlichen E-Scooter ist ein E-Roller mit Sitz schon allein von der Bauweise her breiter konstruiert. Sprich: Es könnte auch ein Akku reinpassen, der größer und toller ist. Das faltbare Elektro-Mofa K1 von Lehe schafft beispielsweise 35 km Reichweite. Beim REVOLUZZER2 3.0 Pro E-Scooter mit Sitz könnt ihr auswählen, für welchen Akku Ihr Euch entscheidet. Mit dem Bleiakku packt der Scooter pro Aufladung 30 km, wählt Ihr den besten Lithium-Akku (kostet aber extra), schafft Ihr ganze 80 km Reichweite.

Muss man bei einem Elektroscooter mit Sitz einen Helm tragen?

Wenn die E-Scooter mit Sitz nur 20 km/h fahren können, braucht Ihr auch keine Kopfbedeckung in Form eines Helmes zu tragen. Für Elektroroller mit Sitz, die bis zu 45 km/h erreichen ist es zwingend notwendig, sich mit einem Helm zu schützen. Nicht, weil Ihr nicht fahren könnt, sondern weil E-Scooter Fahrer gerne mal übersehen werden. Alles über Helmpflicht bei Elektrorollern und Co gibt es hier nachzulesen.

E-Scooter mit Sitz im Vergleich:

Eine riesige Auswahl an Elektroroller mit Sitz gibt es noch nicht, aber die, die ihr käuflich erwerben könnt, sind allesamt bequem und einzigartig. Wir stellen Euch hier ein paar Elektroscooter mit Sitz vor

eFlux Street 40

Beim eFlux Street 40 E-Scooter mit Sitz bekommt Ihr eine Motorleistung von 800 Watt. Auf 35 km/h kommt der Flitzer, das heißt, es besteht Helmpflicht. Außerdem benötigt Ihr die Führerscheinklasse AM. Der E-Scooter mit Straßenzulassung lässt sich klappen. Wollt Ihr doch mal im Stehen fahren, könnt Ihr den Sitz abnehmen. Der eFlux Street 40 kommt auf 20 km Reichweite pro Akkuladung. Er wiegt 40 kg und kann 110 kg transportieren.

eFlux Street 40
eFlux Street 40
  • mit Straßenzulassung!
  • bis zu 30 km Reichweite
  • 800 Watt Motorleistung
Alle Details
Preis: € 679,99
Aktuelles Top Angebot →

SXT-Scooters 1000 XL EEC Facelift

Für den SXT 1000 XL EEC Facelift müsst Ihr mindestens 16 Jahre sein und die Führerscheinklassen A1 und AM, oder Führerscheinklasse B besitzen. Je nach Wahl des Akkus kommt Ihr zwischen 20 und 60 km weit. Die maximale Zuladung beträgt 120 km. Auch dieser Elektroroller mit Sitz lässt sich für den Transport zusammenklappen. Die Höchstgeschwindigkeit des SXT 1000 XL EEC Facelift liegt bei 40 km/h. Auch der kleine Bruder, der SXT 500 EEC kommt mit bequemer Sitzfläche daher.

SXT1000 XL EEC Facelift
SXT1000 XL EEC Facelift
  • mit StVZo, Führerscheinpflichtig
  • Reichweite bis zu 30 / 45 / 65 km je nach Akkutyp
  • Max. Geschwindigkeit bis zu 40 km/h
Alle Details
Preis: € 889,00
Aktuelles Top Angebot →

K1 Plus Lehe Klapproller

Der K1 Plus von Lehe ist ein E-Scooter mit Sitz und Straßenzulassung. Naja, eigentlich ist es ein faltbares Mofa. Aber wir wollen mal nicht kleinlich sein. Da er/sie/es nur 20 km/h schnell ist, dürft Ihr ihn ohne Helm fahren. Die maximale Reichweite beträgt 30-35 km. Für einen Elektroroller mit Sitz wiegt er recht wenig. Nur 18 kg bringt der Lehe-Roller auf die Waage. Die mögliche Zuladung beläuft sich auf 120 kg. Es gibt das gleiche Modell auch in schneller. Bei 30 km/h muss der Helm aber aufgesetzt werden.

Lehe K1
Lehe K1
  • mit Straßenzulassung!
  • e-Scooter mit Sitz
  • Reichweite: bis 35 km
Alle Details
Preis: € 1.489,00
Aktuelles Top Angebot →

Revoluzzer 3.0 Pro

Der Revoluzzer 3.0 Pro ist ein echtes Kraftpaket. Mit seinen 1600 W könnte man meinen, man sei in einer Rakete unterwegs. Schaut man auf den Tacho, sind es aber doch „nur“ 45 km/h. Um den Elektroscooter mit Sitz fahren zu dürfen, bedarf es einem Mofa- oder PKW-Führerschein. Welchen Akku Ihr einbaut, ist Euch überlassen. Er kommt dann zwischen 30 und 80 km weit. Die Zuladung beläuft sich auf 125 kg. Helm nicht vergessen.

REVOLUZZER 3.0 45 Pro
REVOLUZZER 3.0 45 Pro
  • mit Straßenzulassung!
  • bis 45 km/h
  • Führerschein & Helmpflicht!
Alle Details
Amazon Preis: € 2.527,80
Aktuelles Top Angebot →

Auswahlkriterien bei einem E-Scooter mit Sitz

Wenn Ihr Euch einen Elektroscooter mit Sitz kauft, solltet Ihr darauf achten, dass er zuverlässig und sicher ist. Daher haben wir Euch die wichtigsten Parameter aufgeführt, die Ihr beachten solltet, wenn Ihr einen E-Scooter mit Sitz kaufen wollt.

Allein oder zu zweit?

Auf einem E-Scooter ohne Sitz in Begleitung zu fahren ist tabu. Wollt Ihr dennoch zu zweit einen romantischen Ausflug machen, gibt es beim E-Roller mit Sitz die Möglichkeit. Der E-Flux Harley Two bietet beispielsweise gepolsterte Sitze für 2 Mitfahrer, wobei der Hintermann sich sogar noch an eine Rückenlehne anlehnen kann. Wichtig ist, die Zuladung nicht zu überschreiten. Beim E-Flux liegt sie bei 147 kg.

Das Trittbrett vom E-Scooter

Nicht nur Euer Allerwertester soll genügend Platz auf dem Stadtmobil finden, auch Eure Füße mögen es bequem. Daher ist es ein wichtiges Kaufkriterium, dass die nebeneinander genügend Platz finden, sonst fühlt es sich an, als würdet Ihr im Damensitz auf einem Pferd reiten. Ein weiterer Punkt ist ein rutschfestes Design der Trittfläche. Gerade wenn ihr um die Kurven cruist, wollt Ihr festen Halt.

Die Bremsen beim Elektroscooter mit Sitz

Da Elektroscooter mit Sitz schneller fahren dürfen, ist es wichtig, auf gute Bremsen zu achten. Viele Hersteller setzen auf hydraulische Scheibenbremsen, damit die E-Scooter auch bei unerwarteten Hindernissen zügig abzubremsen. Die Unterschiede von den unterschiedlichen Bremssystemen könnt Ihr Euch hier durchlesen.

Die Bereifung des E-Scooters

Grob gesagt gibt es beim E-Scooter Luftreifen und Vollgummireifen. Luftgummireifen federn besser. Auch die Größe spielt eine Rolle: Denn je größer die Reifen, desto bequemer die Fahrt. Ist der Untergrund uneben, sind breite Reifen die bessere Wahl. Die Reifen vom Scrooser sind so breit, dass er nicht umkippen kann ist.

Das Licht beim E-Scooter mit Sitz

Sehen und gesehen werden. Das ist im Straßenverkehr die Devise, vor allem wenn Ihr auf einem nahezu geräuschlosen E-Scooter angeschossen kommt. Mit der richtigen Beleuchtung sehen Euch Passanten und andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig und können Euch aus dem Weg wegen (da ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens). Fahrt Ihr, warum auch immer, ohne Licht, ist das eine Ordnungswidrigkeit und Ihr werdet zur Kasse gebeten.

Der Elektroscooter mit Sitz und sein Akku

Der Akku ist fast das wichtigste Bauteil bei einem Elektroroller mit Sitz und auch ohne Sitz. Denn er entscheidet, wie weit Ihr kommt. Achtet auf die vom Hersteller angegebene Reichweite, schaut, ob es sich um einen Bleiakku oder Lithium-Akku handelt, prüft, wie viele Ladezyklen die Batterie packt und gaaaanz wichtig: Überlegt euch gut, ob Ihr einen Akku wollt, der sich beim E-Scooter entfernen und im Haus laden lässt. Ein Elektroscooter mit Sitz wiegt oft mehr als ein „Steh-Scooter“. Wenn Ihr den in den fünften Stock schleppen müsstet, dann gute Nacht um halb Acht. Könnt Ihr den Akku für das Laden entnehmen, besteht oft die Möglichkeit einen Ersatzakku hinzuzukaufen und so die Reichweite zu verlängern.

Die Motorleistung

Ein Motor mit wenig Nennleistung ist zwar günstiger, aber auch spinnefeind mit Anhöhen. Deshalb gilt es zu schauen, in welchem Terrain Ihr wohnt bzw. fahren wollt. Geht es tunnelblick-mäßig immer geradeaus, reicht eine geringe Leistung. Für Berg- und Talfahrten müssen schon ein paar halbe Pferdestärken verbaut sein. Bei jedem E-Scooter gibt es auch eine Spitzenleistung. Die gibt Hinweise darauf, was der E-Scooter mit Sitz über kurze Strecken, gerade bei einem Berg, hinbekommen kann.

Braucht der Elektroroller mit Sitz eine Zulassung?

Motorroller, Mofas und Mopeds brauchen, wie E-Scooter und Segways auch, einen Versicherungsschutz. Hierrunter fallen also auch Elektroscooter mit Sitz, wenn sie legal in Deutschland fahren wollen.

Die Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, wenn Ihr jemanden bei einem Unfall verletzt oder einen Kratzer an einem Auto verursacht.

Nachdem Ihr Euren E-Scooter mit Sitz bei der Versicherung Eurer Wahl angemeldet habt, bekommt Ihr ein Versicherungskennzeichen zugeschickt, das Ihr am Fahrzeug anbringen müsst. Eine Haftpflichtversicherung für E-Scooter kostet pro Jahr etwa 60 bis 80 Euro. Wer ohne gültige Versicherung am Straßenverkehr teilnimmt, verhält sich gesetzeswidrig und muss mit einer Geldstrafe rechnen.

Unser Fazit für Elektroroller mit Sitz

Wir finden ja, dass Elektroroller mit Sitz großes Kino sind. So bequem kommt man auf einem Stehroller nicht ans Ziel. Sie bringen Euch oft schneller von A nach B. Auch preislich sind sie zum Teil günstiger als Elektroroller ohne Sitz. Der Nachteil liegt darin, dass sie mehr wiegen und sich daher schlechter transportieren lassen. Wenn das für Euch keine Rolle spielt, spricht nichts dagegen, sich einen Scooter mit Sitzfläche zuzulegen.

Falls doch, könnt Ihr in unserem E-Scooter Vergleich nach leichteren Alternativen suchen. Im Endeffekt solltet Ihr Euch ja für einen E-Scooter entscheiden, der Euren Anforderungen im Alltag entspricht.

FAQ Elektroscooter mit Sitz

Ab wann darf man einen E-Scooter mit Sitz fahren?

Für ein Leichtmofa mit Sitz werden, kann die Mofa-Prüfbescheinigung erst ab 15 abgelegt werden. Führerscheinklasse AM ab 16 Jahren.

Wie hoch ist die Reichweite bei einem E-Scooter mit Sitz?

Das ist stark abhängig vom jeweiligen Modell, es variiert zwsichen 30km-80km pro Aufladung.

Muss man bei einem Elektroroller mit Sitz einen Helm tragen?

Fährt der Elektroroller mit Sitz schneller als 20km/h ist es gesetzlich vorgeschrieben einen Helm zu tragen.

Welche e-Scooter Modelle mit Sitz gibt es?

Beispielsweise den eFlux Street 40, SXT-Scooters 1000 XL EEC Facelift, Lehe K1, Revoluzzer 3.0 Pro

join the family

Subscribe to our mailing list and get a special surprise

join the family

Subscribe to our mailing list and get a special surprise

Erhalte die neusten Deals

Melde dich zu unserem Newsletter an