E-Scooter für Gelände

Seid Ihr geborene Rebellen, denen es zu langweilig ist, mit 20 km/h Höchstgeschwindigkeit nur auf asphaltierten Straßen zu fahren? Wollt Ihr den totalen Offroad-Spaß erleben? Dann braucht Ihr dafür einen geeigneten E-Scooter fürs Gelände. Denn nicht jeder E-Roller ist für wilde Pistenfahrten gebaut. Welche Offroad E-Scooter es gibt und was Ihr alles beachten müsst, erläutern wir Euch hier.

Der Gelände Testsieger: eFlux Freeride X2

Bei der Beschleunigung lässt sich der eFlux Freeride X2 mit seinem 2500 Watt Elektromotor nicht lumpen. Schnell erreicht er die Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Aufgrund der beidseitigen Vollfederung und der 90/65-6.5 Luftbereifung ist das Fahrgefühl mit dem eFlux Freeride X2 auch im Offroad-Terrain stets gegeben. Durch seinen niedrigen Schwerpunkt kippt er nicht so leicht um, was im Gelände natürlich praktisch ist.

Alle wichtigen Daten eFlux Freeride X2 Offroad E-Scooter:

      • Motorleistung: vorne 1000 Watt, hinten 1500 Watt
      • Reichweite: 55 Kilometer
      • Geschwindigkeit: 45 km/h
      • Ladezeit: 8-11 h
      • Gewicht: 44.8 kg
      • Reifen: 90/65-6.5
      • Bremsen: Beidseitig Wave Scheibenbremsen

Laut Hersteller liegt die Reichweite bei 55 km. Geht es stetig bergauf, verringert sich diese. Der Akku lässt sich zum Laden entnehmen. Ein Autoführerschein der Klasse B oder ein Moped-Schein der Klasse AM wird benötigt, um diesen umweltfreundlichen Elektro-Roller fahren zu dürfen.

eFlux Freeride X2
eFlux Freeride X2
  • 2500 Watt Radnabenmotor vorne & hinten
  • Bis 45 Km/h
  • mit Straßenzulassung
Infos & Test

Worauf müsst Ihr achten, wenn Ihr einen Offroad E-Scooter kaufen wollt?

Welche Reifen für den E-Scooter im Gelände?

E-Scooter Räder sind ein wichtiger Aspekt für die Sicherheit, die Fahrqualität und die Langlebigkeit Eures E-Scooters. Deshalb macht es Sinn, hier genauestens hinzuschauen, bevor Ihr einen E-Scooter kauft. Gerade bei Fahrten im Gelände kann die Wahl der Reifen Top oder Flop bedeuten.

Vollgummireifen beim E-Scooter für Gelände

Die meisten E-Scooter haben aus Luftreifen oder Vollgummireifen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. So sind Vollgummireifen zwar nicht so anfällig für Platten und dementsprechend wartungsarm. Allerdings federn sie ungefähr so gut wie ein Betonklotz. Oft kann man sogar ein Klackern hören, ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sie Unebenheiten nicht sonderlich gut ausgleichen. Entscheidet Ihr Euch für einen Gelände E-Scooter mit Vollgummireifen, achten unbedingt auf eine gute Federung. Sonst endet die erste Fahrt mit einem Gehirnerschütterungs-Schleudertrauma.

e-scooter für Gelände
Xiaomi M365 mit Vollgummireifen

Allgemein lässt sich sagen, dass sich E-Scooter mit großen Reifen aber besser fahren lassen als mit kleinen.

Luftreifen beim E-Scooter für Gelände

Luftreifen hingegen federn schon wesentlich besser. Sie bestehen aus einem Gummi, der mit Luft befüllt wird. Es gibt sie mit und ohne inneren Schlauch. Die Vorteile sind vielseitig: Holprige Straßen und Offroad-Strecken können sie besser absorbieren. Damit habt Ihr ein angenehmes, sicheres Fahrerlebnis. Zudem können sie schneller fahren als Vollgummireifen, was an der besseren Traktion liegt. Also daran, dass sie weniger Energie verlieren.

Offroad e-Scooter
©METZ Moover Plus mit Luftreifen

Auch der Grip der Reifen am Boden ist bei Luftreifen besser, so rutscht Ihr nicht so schnell weg. Der Nachteil? Sie sind anfällig für Platten. Und gerade im Gelände überseht Ihr vielleicht den spitzen Stein vor Euch und müsst den E-Scooter dann mit luftleerem Reifen heimschieben. Auch wichtig zu wissen ist, dass Ihr bei solchen Reifen immer den Luftdrück prüfen müsst.

Auf den Steigungswinkel achten beim E-Scooter für Gelände

Da Ihr ja nicht nur von A nach B, sondern auch von unten nach oben fahren wollt, ist der Steigungswinkel ein weiteres wichtiges Kriterium beim Kauf eines Offroad E-Scooters. Jeder Hersteller gibt in seinem Datenblatt diese Angaben an. Je besser die Motorleistung, desto höher hinaus kommt der E-Scooter im Gelände. Aber auch die verbauten Stecker spielen eine Rolle.

Hier reicht das Angebot von klitzekleinen Steigungen (meist bei Billig-Scootern zu finden) bis hin zu Steigungswinkel von 20 %. Ob der E-Roller das auch wirklich schafft, häng wiederum von Eurem Gewicht und weiteren Faktoren wie Wind, Wetter und Akku ab. Damit Ihr eine Vorstellung bekommt, wie steil steil ist, gibt’s es nun eine kleine Definition:

Der Zirler Berg im österreichischen Bundesland Tirol ist eine steile Bergstraße mit einer maximalen Steigung von 16 %. Da hat man den Eindruck, als würde man direkt in den Himmel fahren. Denn in diesem Beispiel muss auf einer Strecke von 100 m Länge ein Höhenunterschied von 16 m überwunden werden.

Auf die Schutzklasse achten beim E-Scooter für Gelände

Wenn von der IP Schutzklasse die Rede ist, wissen die meisten Leute, dass das irgendetwas mit Schutz vor Feuchtigkeit zu tun hat. IP steht für International Protection und ist ein wichtiger Faktor bei einem Offroad E-Scooter. Denn manche E-Roller sollen laut Hersteller gar nicht im Regen gefahren werden, andere wiederum nehmen so ein bisschen Spritzwasser auf die leichte Schulter. Es gibt viele Nuancen, aber wenn Ihr Euch einen E-Scooter für Gelände mit der Schutzart IP54 zulegt, können ihm weder Spritzwasser, Regen noch Dreckpfützen etwas anhaben. Lediglich kann Staub in geringer Menge eintreten. Schaut am besten, welche Strecken Ihr fahren wollt und passt dementsprechend die Schutzklasse an.

Wo dürft Ihr denn E-Scooter Offroad fahren?

Ihr wollt Schotterpisten, matschige Wiesen oder steinige Anhöhen bezwingen? Dann könnt Ihr das mit dem geländegängigen E-Scooter grundsätzlich tun. Es gibt natürlich einige Regeln. So ist das Befahren von Wald- und Feldwegen nur erlaubt, wenn der E-Scooter eine Straßenzulassung hat. Diese gelten nämlich als öffentliche Wege. Auch das jeweilige Bundesland hat oft ein Wörtchen mitzureden. Ob das Befahren zulässig ist, wird im jeweiligen Landeswaldgesetz festgelegt. In der Regel werdet Ihr aber durch entsprechende Verkehrszeichen hingewiesen, falls das Befahren tabu ist. Hat der Offroad E-Scooter keine Straßenzulassung, darf er sowieso nur auf Privatgelände gefahren werden.

Wer darf den E-Scooter Offroad fahren?

So lange die Höchstgeschwindigkeit maximal 20 km/h beträgt, darf jeder ab 14 einen E-Scooter ohne Führerschein fahren. Ob das Felder und Wiesen sind oder asphaltierte Straßen, spielt bezüglich des Alters keine Rolle. Legt Ihr Euch hingegen einen echten Flitzer zu, benötigt Ihr einen entsprechenden Führerschein.

Wie schnell darf ein E-Scooter im Gelände fahren?

Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) legt kein generelles Tempolimit auf Waldwegen fest. Jedoch dürft Ihr nur so schnell fahren, dass Ihr Euren E-Scooter jederzeit noch beherrschen könnt. Die Geschwindigkeit ist also den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen und Euren persönlichen Fähigkeiten anzupassen, heißt es weiter.  Da unsere Leser alle verständnisvolle Herrschaften sind, müssen wir ja nicht extra erwähnen, dass man als Rowdy im Wald nicht gut ankommt. Daher ist hier Rücksichtnahme angebracht, was Spaziergänger und Co betrifft.

Die besten E-Scooter für Gelände im Test:

Eine riesige Auswahl gibt es (noch) nicht, wenn es um E-Scooter für Gelände geht. Denn schließlich benötigen die E-Roller eine Straßenzulassung, damit Ihr abseits vom Privatgelände überhaupt damit fahren dürft. Die meisten hier vorgestellten Offroad-Modelle sind E-Scooter mit einem Sitz. Wer es sportliche mag und jenseits der Fahrradwege und Straßen fahren möchte, sollte sich eines der hier vorgestellten Modelle zulegen.

Welche Schutzausrüstung beim E-Scooter für Gelände?

Wer sich auf unstetem Terrain abseits der urbanen Gegend befindet, sollte nicht auf Schutzkleidung verzichten. Denn Sicherheit geht vor. Damit Ihr die Endorphine, die Ihr beim Offroad fahren ausschüttet, auch genießen könnt, empfehlen wir folgendes Zubehör:

      • Einen E-Scooter Helm
      • Armschützer und Knieschoner
      • Feste Schuhe
      • Handschuhe

Je nachdem, wie schnell der Offroad E-Scooter fährt, benötigt Ihr sowieso einen Helm. Denn alles, was mehr als 20 km/h kann, unterliegt der Helmpflicht beim E-Scooter. Auch wenn Ihr nicht dazu verpflichtet seid, raten wir dringend zu einem Kopfschutz, denn so ein Unfall ist schnell passiert. Haut es auch von Eurem E-Scooter im Gelände runter, machen Armschützer und Knieschoner Sinn. Viele von Euch kennen das sicher noch von Ihrem Skateboard.

Ordentliche Schuhe schützen Eure Füße vor herumfliegenden Steinen, Matsch, und allem anderen, was Eurer Flitzer auf der Piste so hochwirbelt. Was die Handschuhe angeht, erhöhen Sie den Fahrkomfort deutlich. Denn die Polsterung wirkt als zusätzliche Dämpfung. Damit könnt Ihr einige Bodenunebenheiten abfedern. Zudem habt Ihr einen besseren Grip am Lenker und damit mehr Kontrolle über den Gelände-Scooter.

Die passende Schutzausrüstung erlaubt es Euch, gut gepolstert über die Piste zu brettern.

Weitere E-Scooter für Gelände mit Straßenzulassung

IO HAWK EXIT CROSS

Ganze 5 Modelle mit Straßenzulassung bietet IO Hawk an, die alle fürs Gelände geeignet sind. Namentlich sind das der: Entry, Premium, Maxx Light, Maxx und Exclusive. Hier habt Ihr bei allen ein rutschfestes Trittbrett mit hoher Lage, das ist praktisch für Offroad-Fahrten, weil Ihr dadurch mehr Bodenfreiheit habt. Kleine Unebenheiten werden durch 10 Zoll große Stollenreifen ausgeglichen. Zwei zuverlässige Scheibenbremsen bringen Euch zum Stehen. Weil die Bremshebel gummiert sind, rutscht Ihr – selbst mit Handschuhen – nicht so leicht ab. Die Geschwindigkeit ist bei diesem 5er-Gespann auf je 20 km/h gedrosselt. Sprich: Ab 14 dürft Ihr die Teile quer durch den Acker jagen.

Das IO HAwk Exit Cross Offroad E-Scooter Datenblatt:

      • Motorleistung: 500 Watt
      • Reichweite: 30 bis 48 Kilometer
      • Geschwindigkeit: 20 km/h
      • Steigungsfähigkeit: bis 20 Grad
      • Gewicht: 19,8  kg
      • Reifen: 10 Zoll, luftgefüllte Offroad Reifen
      • Bremsen: Beidseitig Scheibenbremsen
IO Hawk Exit-Cross
IO Hawk Exit-Cross
  • mit Straßenzulassung!
  • bis 20km/h
  • 500 Watt Motorleistung
Infos & Test

Metz Moover Plus

Der Metz Moover Plus ist ebenfalls auf 20 km/h gedrosselt und darf daher von allen ab 14 ohne Führerschein gefahren werden. Nehmt Ihr ihn mit in unwegsames Terrain oder führt der Weg über eine Schotterpiste, zeigt der zuverlässige Metz Moover E-Scooter keinerlei Probleme. Mit dem 500 W Motor ist er wesentlich leistungsstärker als das Vorgängermodell. Die großen Luftreifen gewähren viel Fahrkomfort.

Das Metz Moover Plus Offroad E-Scooter Datenblatt:

  • Motorleistung: 500 Watt
  • Reichweite: 25 Kilometer
  • Geschwindigkeit: 20 km/h
  • Ladezeit: 3,5 h
  • Gewicht: 16,5 kg
  • Reifen: 12-Zoll Eagle V2 Black Core Felgenräder
  • Bremsen: Beidseitig Scheibenbremsen

4,5 Sterne erhält der Metz Moover Plus bei Amazon (Stand 8.11.2020).

Metz Moover Plus
Metz Moover Plus
  • mit Straßenzulassung!
  • Hinterradantrieb mit 500 W Peakleistung
  • 12“-Luftbereifung von Schwalbe
Infos & Test

Revoluzzer 3.0 Pro

Der Revoluzzer 3.0 Pro ist ein echtes Kraftpaket. Mit seinen 1600 W könnte man meinen, man sei in einer Rakete unterwegs. Er soll Steigungen bis zu 25 % meistern können. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 45 km/h, Ihr benötigt also einen Führerschein dafür. Wie weit Ihr damit kommen könnt, hängt von dem Akku ab, den Ihr einbaut. 30 bis 70 km sind die angebotenen Optionen. Stoßdämpfer wurden 2 x an der Hinterachse verbaut und einmal an der Vordergabel, was ein sicheres Fahrerlebnis ermöglicht. Die Revoluzzer 3.0 Reifen sind mit Schläuchen ausgestattet und mit ihren 40 cm Durchmessern extra groß. Diese Luftreifen haben ein pannensicheres Profil, federn Schlaglöcher gut ab und haben ordentlich Grip. Der Revoluzzer 3.0 lässt sich daher auch problemlos Offroad fahren.

Das Revoluzzer 3.0 Pro Offroad E-Scooter Datenblatt:

      • Motorleistung: 1600W TrueMotion
      • Reichweite: 30 bis 70 km, je nach Akku
      • Geschwindigkeit: 45 km/h
      • Steigungsfähigkeit: bis 15 Grad
      • Gewicht: ca. 50 kg
      • Reifen: 40 cm
      • Bremsen: Hydraulische Bremsen
REVOLUZZER 3.0 45 Pro
REVOLUZZER 3.0 45 Pro
  • mit Straßenzulassung!
  • bis 45 km/h
  • Führerschein & Helmpflicht!
Infos & Test

E-Scooter für Gelände ohne Straßenzulassung

SXT Monster

Wer ein Kraftpaket für wenig Geld sucht, kann sich über den SXT Monster freuen. 2000 Watt packt der Motor (optional auch 3000 W) und mit 50 (bzw. 60 km/h) Höchstgeschwindigkeit könnt Ihr jeder Red Bull -Dose hinterherfliegen. Doppelstoßdämpfer vorne und hinten federn so einiges ab, auch die LED-Scheinwerfer sind doppelt vorhanden. Das Modell SXT Monster ist in erster Linie für die Benutzung im Gelände bestimmt und für das Befahren unbefestigter Flächen ausgelegt. Dieser E-Scooter ist aber im Bereich der StVZO nicht zugelassen.

Die wichtigsten Infos zum SXT Monster Offroad E-Scooter:

      • Motorleistung: 2000 Watt
      • Reichweite: Bis zu 30 km (Bleiakku)
      • Geschwindigkeit: 50 km/h
      • Ladezeit: 6-8 Stunden (Bleiakku)
      • Gewicht: 56,8 kg
      • Reifen: CST 145/70-6
      • Bremsen: Beidseitig Hydraulisch

E-Scooter für Gelände: Unser Fazit

Auch wenn Ihr nicht 24/7 im Matsch rumcruisen wollt, lohnt sich die Anschaffung eines geländetauglichen E-Scooters. Denn auch in der Stadt kann es mal wie aus Eimern schütten. Wenn Ihr auf einen Offroad E-Scooter mit den oben genannten Parametern setzt, fahrt Ihr auch in urbanen Gefilden gut gefedert, habt genügend IP-Schutz und schafft es den Buckel zum Kirchturm hoch, ohne den E-Roller schieben zu müssen. Amen.

FAQ Offroad e-Scooter

Worauf muss beim Kauf eines Offroad e-Scooter geachtet werden?

Auf die richtigen Reifen, richtige Schutzklasse, etc. Mehr dazu auf e-roller.com

Welche e-Scooter Modelle eignen sich fürs Gelände?

Unter anderem der IO Hawk Exit Cross, Metz Moover Plus & Revoluzzer 3.0

Wo darf man mit einem Offroad e-Scooter fahren?

Hat der Offroad Scooter keine Straßenzulassung, darf nur auf Privaten Gelände gefahren werden.

eFlux Freeride X2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

50% Rabatt Deals

Erhalte mit unserem Newsletter die aktuellen Rabattgutscheine und Deals zum Kauf eines eScooters oder Elektrorollers.

Gewinne bis zum 31. Oktober

unseren e-Scooter Testsieger! Wir verlosen zwischen allen Newsletter Anmeldungen bis zum 31. Oktober einen ePowerFun Stealth.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.