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E-Scooter Zulassung – wie bekomme ich meinen Scooter auf die Straße?

Egal ob man einen neuen E-Scooter gekauft hat oder sich fragt, welcher Scooter der richtige ist, vor einem Problem stehen alle neuen oder zukünftigen E-Scooter Besitzer: Wie lässt sich das neue Elektrofahrzeug zulassen? Wenn man die Zulassung des Autos kennt, denkt man vielleicht an einen hochkomplexen Prozess, dabei ist die Zulassung glücklicherweise gar nicht so kompliziert.

Wichtigste Frage: Kann ich meinen Roller überhaupt zulassen?

Die erste wichtige Frage bei der E-Scooter Zulassung ist entscheidend, denn leider sind die Kriterien für die Zulassung in Deutschland recht anspruchsvoll. Nur bestimmte Modelle, die diese Voraussetzungen erfüllen, können zugelassen werden. Zunächst also solltet Ihr schauen, ob Euer E-Scooter zu den Modellen gehört, die straßenzugelassen sind. Handelt es sich um einen E-Scooter mit Straßenzulassung, wurde dieser höchstwahrscheinlich auch so beworben und Ihr findet diesen Hinweis auf der Verpackung. Solltet Ihr hieraus nicht schlau werden, schaut Ihr Euch den Roller am besten genau an. Ist dieser zugelassen, findet Ihr auf dem Fahrzeug ein sogenanntes Typenschild inkl. einer Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN). Nur wenn der Roller dies hat, hat er auch eine Straßenzulassung.

Ist dem nicht so, gibt es zwar theoretisch die Möglichkeit Euren E-Scooter auch nachträglich mit einer Straßenzulassung auszustatten und die technischen Voraussetzungen zu erfüllen, allerdings ist dies häufig so teuer, dass es sich eher lohnt, einen neuen Roller kaufen.

Dies müsst Ihr je nach Einzelfall bei Eurem Roller prüfen und dann eine Entscheidung treffen. Euren Scooter ohne Zulassung auf öffentlichen Straßen oder in öffentlichen Bereichen zu fahren, können wir absolut nicht empfehlen, denn es handelt sich hierbei nicht nur um eine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat, da Ihr mit einem Fahrzeug ohne Versicherung unterwegs seid.

E-Scooter Zulassung Strafe

Das Nutzen eines E-Scooters ohne Zulassung ist nicht zu empfehlen

Eine E-Scooter Versicherung kann man nämlich leider nur für straßenzugelassene Modelle abschließen.

Wie unterscheiden sich E-Scooter und E-Roller?

Eine ebenfalls nicht unerhebliche Frage ist, was für einen Roller Ihr überhaupt habt. Schließlich ist der Begriff E-Scooter relativ weit definiert und es gibt zahlreiche verschiedene Modelle, die Ihr übrigens alle in unserer Anbieter-Übersicht findet! Die primär in diesem Artikel behandelten E-Scooter und deren Zulassung sind kleine Elektrofahrzeuge, die maximal 20 KmH schnell fahren und durch die neue Verordnung seit Juni 2019 erlaubt sind. Habt Ihr einen echten Elektroroller, der auch schneller fährt oder über einen Sitz verfügt, sieht die Sache anders aus und Ihr könnt Euch auf einen deutlich komplexeren Prozess für die Zulassung einstellen!

Die Schritte zur E-Scooter Zulassung

Damit Ihr Euren neuen E-Scooter schnellstmöglich auf die Straße bekommt, zeigen wir Euch nun konkret wie Ihr vorgehen müsst!

1. Straßenzulassung überprüfen

Das System zur Straßenzulassung von E-Scooter erfolgt recht einfach und kundenfreundlich – jedenfalls wenn man ein Modell mit Zulassung kauft. Habt Ihr ein solches erworben, hat dies bereits automatisch eine allgemeine Betriebserlaubnis. Das bedeutet, dass das Kraftfahrtbundesamt Euch den Betrieb des Fahrzeugs erlaubt und dafür auch kein Führerschein nötig ist. Ebenfalls ist der Betrieb des E-Rollers bereits ab 14 Jahren erlaubt, was allerdings nicht für die verschiedenen Sharing Anbieter gilt. Habt Ihr also Euren straßenzugelassenen E-Scooter ist dieser bereits zugelassen. Rein vom Verkehrsrecht her, dürft Ihr diesen also nun schon auf der Straße fahren, das einzige Problem ist die Versicherung. Diese nämlich ist in Deutschland Pflicht.

2. E-Scooter Versicherung abschließen

Der Schlüssel zum Fahren eines E-Scooters auf öffentlichen Straßen ist nämlich die Versicherungspolice die Risiken im Straßenverkehr abdeckt. Diese müsst Ihr für Euren Roller abschließen, sonst riskiert Ihr eine saftige Strafe – egal ob der Roller per se zugelassen ist oder nicht. Praktisch an dieser Regel ist, dass nur zugelassene Roller überhaupt versichert werden können, sodass eine abgeschlossene Versicherung automatisch auch dafür sorgt, dass Ihr „legal“ unterwegs seid.

In unserem Vergleich der besten Versicherungen könnt Ihr Euch eine Police aussuchen, die zwar insgesamt recht ähnlich sind, im Detail aber dennoch Unterschiede haben. Grundlegend sind die Versicherungen allesamt als Haftpflicht ausgelegt, es ist aber auch möglich eine Teilkaskoversicherung für den Roller abzuschließen.

E-Scooter Zulassung Kennzeichen

Habt Ihr Euer Kennzeichen angebracht, kann es losgehen!

Habt Ihr die Versicherung abgeschlossen, erhaltet Ihr auf dem Postweg Eure Unterlagen inkl. eines aufklebbaren Versicherungskennzeichens zugeschickt. Diese ist Euer Schlüssel zur E-Scooter Zulassung, denn sobald Ihr dsa Kennzeichen angebracht habt, dürft Ihr offiziell auf deutschen Straßen fahren. Achtet aber, nachdem Ihr Euren E-Scooter zugelassen habt darauf, dass Ihr die geltenden Regeln beachtet.

Welche Regeln gelten für E-Scooter im Straßenverkehr?

Nachdem Ihr Eure E-Scooter Zulassung erhalten habt, dürft Ihr Euch mit Eurem neuen Roller im Straßenverkehr bewegen. Doch welche Regeln gelten überhaupt? Einige sind offensichtlich, andere aber könnten Euch überraschen.

Zunächst einmal sollte klargemacht werden, dass man einen E-Scooter mit Zulassung in Deutschland bereits ab 14 Jahren legal fahren darf und das komplett ohne Führerschein. Auch wenn Ihr Eurem Kind einen Roller schenken möchtet, ist das also kein Problem.

Die Regeln, die für das Fahren gelten sind recht vielfältig, grundsätzlich aber einfach zu befolgen. So muss in fast allen Regionen in Deutschland hintereinander gefahren werden, nicht nebeneinander. Der bevorzugte Ort für E-Scooter ist der Fahrradweg und auf keinen Fall der Bürgersteig. Ist kein Fahrradweg vorhanden, solltet Ihr immer auf die Straße ausweichen, sodass Ihr keine Fußgänger gefährdet. Eine zudem wichtige Regel ist, dass bei E-Scooter die normalen Grenzen für Alkohol gelten, die auch im Straßenverkehr bei Autos gelten, nicht die von Fahrrädern. Erlaubt sind bei über 21-Jährigen 0,5 Promille, sofern kein auffälliges Verhalten festgestellt wird.

Fazit zur E-Scooter Zulassung

Wenn man erstmal einen E-Scooter mit Straßenzulassung hat, ist es gar nicht so schwer, diesen auf die Straße zu bekommen. Viel häufiger ist das Problem, dass der eigenen Roller diese Voraussetzung nicht erfüllt und somit nicht zugelassen werden kann!