Von der CES direkt in die Schlagzeilen: Navee hat in Las Vegas mit dem UT5 Ultra X ein echtes Kraftpaket vorgestellt. Mit Allradantrieb, einer Beschleunigung, die man sonst nur von Sportwagen kennt, und smarter Tech-Integration schickt sich das neue Flaggschiff an, die Oberklasse der E-Scooter aufzumischen. Wir haben uns die Details des „Rolls-Royce unter den Scootern“ angesehen.
Auf der diesjährigen CES 2026 wurde deutlich: Der Trend bei elektrischen Kleinstfahrzeugen geht weg vom reinen Spielzeug hin zum ernstzunehmenden Transportmittel. Niemand verkörpert das derzeit so extrem wie Navee mit dem neuen UT5 Ultra X.
Brutale Leistung: Wenn 4.800 Watt auf den Asphalt treffen

Das Herzstück des UT5 Ultra X ist sein duales Motorsystem. In jedem Rad schlummert ein Motor mit einer Spitzenleistung von 2.400 Watt, was eine Gesamtleistung von 4.800 Watt ergibt. Das Ergebnis ist eine Beschleunigung, die fast schon beängstigend klingt:
- 0 auf 20 km/h: In unter 2 Sekunden (offiziell 1,98 s).
- Höchstgeschwindigkeit: Stolze 70 km/h (43 mph).
- Steigfähigkeit: Der Scooter bezwingt Steigungen von bis zu 46 % – ein Wert, bei dem die meisten Konkurrenzmodelle längst kapitulieren (Außer einem, siehe unten).

Technik-Check: Sicherheit und Komfort auf neuem Niveau
Damit diese Kraft kontrollierbar bleibt, hat Navee tief in die Trickkiste gegriffen. Besonders hervorzuheben ist das TCS (Traction Control System), das ein Durchdrehen der Reifen auf nassem Asphalt oder Schotter verhindert. Das ist aber kein Novum in dieser Fahrzeugklasse, denn das kennen wir schon vom neuen Ninebot ZT3.
Die wichtigsten Spezifikationen im Überblick:
Motor & Geschwindigkeit
- Antrieb: Dual-Motor-System (Allradantrieb).
- Nennleistung: 2x 1.200 W (insgesamt 2.400 W).
- Spitzenleistung (Peak): 2x 2.400 W (insgesamt beeindruckende 4.800 W).
- Höchstgeschwindigkeit: Bis zu 70 km/h (international).
- Beschleunigung: Von 0 auf 20 km/h in nur 1,98 Sekunden.
Akku & Reichweite
- Kapazität: 1.284 Wh (60 V / 22,3 Ah).
- Reichweite: Bis zu 140 km (im Eco-Modus bei idealen Bedingungen); realistisch bei sportlicher Fahrweise etwa 80–110 km.
- Ladezeit: Ca. 6 Stunden mit Standardladegerät; unterstützt Schnellladung (Flash Charge) in ca. 2–3 Stunden.
Fahrwerk & Sicherheit
- Reifen: 12-Zoll „Self-healing“ (selbstheilende) schlauchlose Offroad-Reifen.
- Federung: Einstellbare hydraulische Doppelfederung (vorne und hinten) mit ca. 60 mm Federweg.
- Bremsen: Dreifach-Bremssystem (hydraulische Scheibenbremsen vorne/hinten + EABS).
- Steigfähigkeit: Bewältigt Steigungen bis zu 46 %.
- Besonderheit: Traktionskontrolle (TCS), um das Durchdrehen der Räder auf losem Untergrund zu verhindern.
Physische Daten & Features
- Gewicht: ca. 40 kg.
- Traglast: Max. 150 kg.
- Schutzklasse: IPX6 (hoher Schutz gegen Strahlwasser).
- Smart Features: Apple Find My Integration, Auto-Unlock (Navee Flylock) und App-Steuerung.

Der Wermutstropfen: Was bedeutet das für Deutschland?
Der Wermutstropfen: Was bedeutet das für Deutschland?
Für deutsche Navee Fans gibt es, wie so oft bei CES-Highlights, einen Dämpfer. In der vorgestellten US-Konfiguration ist der UT5 Ultra X aufgrund seiner Leistung und Geschwindigkeit nicht mit der eKFV (Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung) vereinbar.
Allerdings gibt es Hoffnung: Navee ist dafür bekannt, für den europäischen Markt spezielle Ableger zu entwickeln. Experten erwarten eine gedrosselte Version (vmtl. als UT5 Max oder eine spezifische D-Variante), die zwar die beeindruckende Optik und das Fahrwerk beibehält, aber bei 20 km/h abriegelt und die Nenndauerleistung auf die gesetzlichen 500 Watt begrenzt.
Fazit für Insider
Der Navee UT5 Ultra X ist ein beeindruckendes Statement-Piece. Er zeigt, dass E-Scooter technisch erwachsen werden. Auch wenn wir in Deutschland die 70 km/h wohl nie legal auf dem Radweg erleben werden, setzen die hier gezeigten Innovationen wie das Traktionskontrollsystem und die massive Reichweite neue Maßstäbe, die hoffentlich bald Einzug in die zulassungskonformen Modelle halten.
Unsere Meinung zum Navee UT5 Ultra X
Unsere Meinung: Der Navee UT5 Ultra X ist ein absolutes Power Monster für alle die höchste Ansprüche an E Scooter stellen, eine hohe Steigfähigkeit bis 45% wollen und eine dynamische Vollfederung für hohe Traglasten bis 150 kg, sowie eine große Reichweite von 140 km. Aber der Nachteil überwiegt unserer Meinung nach: Der Navee UT5 Ultra X ist mit 45 kg einfach zu schwer und untragbar und damit nicht wirklich alltagtauglich. Ein Traktionskontrollsystem ist nice to have, aber bei dem Gewicht vielleicht auch nötig. Grundsätzlich sind wir Fans von E Scooter mit starker Leistung, aber die können dennoch tragbar bleiben. Ein gutes Beispiel ist hier der VMAX New VX4. Die Schweizer Marke hat mit dem neuen VX4 ein Modell auf den Markt gebracht, das auch über 40% Steigung schafft, eine hohe Reichweite von 100 km und auch mit einer excellenten dynamischen Vollfederung ausgestattet ist. Und das ganze wiegt nur 29,9 kg und ist damit noch absolut portabel.
- extrem hohe Reichweite 140 km
- belastbar bis 150 kg Fahrergewicht
- hohe Steigfähigkeit bis 48%
- starke dynamsiche Federung
- mit 45 kg quasi untragbar
- wenig alltagstauglich
- sehr teuer
Die wichtigsten 3 Fragen zum Navee UT5 Ultra X
In der aktuellen Standard-Konfiguration: Nein. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von ca. 70 km/h und einer Peakleistung von 4.800 Watt überschreitet er die Grenzwerte der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) massiv. Diese erlaubt maximal 20 km/h und eine Nenndauerleistung von 500 Watt. Ohne eine gedrosselte Spezialversion mit Allgemeiner Betriebserlaubnis (ABE) bleibt er in Deutschland ein reines Offroad-Sportgerät für Privatgelände.
Der Preis liegt international bei ca. 2.499 US-Dollar. Navee positioniert den UT5 Ultra X als Premium-Modell. In Europa wird der Preis aufgrund von Importkosten und Steuern voraussichtlich im Bereich von 2.500 € bis 2.700 € liegen. Die Markteinführung ist für das Frühjahr/Sommer 2026 geplant, wobei Deutschland (wie erwähnt) vermutlich erst später eine angepasste Version erhalten könnte.
Vor allem das Traktionskontrollsystem (TCS) und die Beschleunigung. Während die meisten starken Scooter beim Anfahren auf Schotter oder Nässe einfach nur durchdrehen, nutzt der UT5 Ultra X Sensoren, um die Kraft der zwei Motoren intelligent zu verteilen. Das ermöglicht die extrem schnelle Beschleunigung von 0 auf 20 km/h in nur 1,98 Sekunden, ohne dass der Fahrer die Kontrolle verliert. Zudem ist die Integration in das Apple „Wo ist?“-Netzwerk (Find My) direkt ab Werk verbaut, was in dieser Leistungsklasse ein wichtiges Sicherheitsfeature gegen Diebstahl ist.
Was meint ihr? Ist so viel Power in einem E-Scooter überhaupt noch sinnvoll oder ist der UT5 Ultra X reines Marketing? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!






