Elektroroller: Werden Honda, Suzuki oder Piaggio von Ola abgehängt?

© Honda Elektroroller vs Suzuki, Piaggio

Wer sich früher einen Motorroller zulegen wollte, kam bei seiner Suche nicht an den drei weltweit größten Herstellern vorbei. Die Namen? Honda, Suzuki  und Piaggio. Während die ersten beiden ihren Sitz in Japan haben, kommt Piaggio aus Bella Italia und ist Marktführer in Europa. Oder sollte es besser heißen: war Marktführer?

Elektromobilität nimmt global zu

Wir alle erleben derzeit einen Wandel im Bereich der Fortbewegungsmittel. Der Absatz der
benzinbetriebenen Fahrzeuge schwindet, Elektromobilität ist immer mehr im Kommen. Auch der Markt der Elektroroller ist im Wandel. In China sind jetzt schon 80% der neu zugelassenen Roller elektrisch. Die chinesischen Hersteller schicken sich an, auch den Rest des Weltmarktes mit Fahrzeugen made in China zu versorgen. Wenn man sich die aktuell namhaften Anbieter anschaut, fällt auf, dass man teils vergeblich nach Alternativen des gigantischen Trios von Honda, Suzuki oder Piaggio sucht. Stattdessen tauchen neue Player wie Futura, Luxxon, Niu, Nova Motors, Rolektro oder SXT auf. Haben die alteingesessenen Marken den Anschluss verschlafen? Oder brodelt da doch etwas bei Honda, Suzuki und Piaggio in der Elektroroller-Küche?

Elektroroller von Suzuki: e-Let’s

Mit dem e-Let’s will Suzuki einen Elektroroller auf den Markt bringen, der ein Äquivalent zur
50 Kubik Klasse sein wird. Bereits 2011 wurde dieser auf der Tokyo Motor Show vorgestellt.

suzuki elektroroller
© Suzuki Elektroroller

Als Einsitzer konzipiert, eignet sich der e-Let’s vor allem für Fahrten durch die Stadt. Durch
seinen leichten und kompakten Rahmen wiegt er recht wenig. Er ist mit einem System zur
Bremsenergierückgewinnung und einer Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet. Mit einer Ladung schafft der E-Scooter von Suzuki eine Reichweite von ungefähr 30 km, wenn der Fahrer nicht schneller als 30 km/h fährt. Ein im vorderen Bereich integrierter Transportkorb könnte dieses Modell vor allem für Lieferbetriebe interessant machen. Doch seit der Veröffentlichung der ersten Fotos ist es still geworden um den Kleinroller. Es bleibt abzuwarten, ob Suzuki oder Honda das Rennen machen.

Die ersten Honda Elektroroller starten

Für 2021 kündigt Honda mehrere Updates für die bereits bestehenden Roller mit
Einzylinder-Motor an und informiert über die Pläne, bis 2024 verschiedene Elektroroller auf
den Markt zu bringen. Es handelt sich um ein Modell der 125er-Klasse, das bereits patentiert
wurde. Das bedeutet, dass die Dauerleistung des E-Rollers bei 11 Kilowattstunden liegen
darf, während sich die Spitzenleistung weit darüber befinden kann. Der elektrische Motor
befindet sich in der Schwinge. Das Rad wird über ein Zwischengetriebe angetrieben.
Patentiertes Akku-Tausch-System beim Honda E-Roller.

Honda EV-neo mit futuristischem Design

Der Honda EV-neo geht mit einem 2800 Watt Elektromotor bzw. 2,8 Kw an den Start und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 25 oder 45 Km/h, je nachdem welches Modell Sie wählen. Damit lässt sich der Honda Elektroroller mit Mofa- oder Autoführerschein fahren. Seine Reichweite beträgt im Mittel 34 Km. Das ist vergleichsweise wenig, aber für die Stadt ausreichend. Die Ladezeit beträgt dafür nur 3,5 Stunden. Mit dem austauschbaren Wechselakku kann eine Battarielebensdauer von 1000 Zyklen erreicht werden.

Honda Elektroroller EV-neo
© Honda EV-neo

Auch das Akku-Tausch-System hat der Hersteller bereits schützen lassen. Gleich zwei unter dem Sitz verstaute Akkus soll es geben. Sie werden herausnehmbar sein und sollen sich an den geplanten Wechselstationen austauschen lassen. Ob es sich um Akkus mit 48 Volt oder solche mit 72 Volt Spannung handelt, ist noch nicht klar. Honda schreibt Sicherheitstechnik groß: Während der Fahrt sind die beiden Batterien gegeneinander abgesichert: Gibt eine den Geist auf, ist die anderen vor einem Kurzschluss abgesichert. Zudem entscheidet die Steuerung, welcher Akku geladen wird. So wird vermieden, dass beide Batterien gleichzeitig leer gehen.

Piaggio One vs Vespa Elektrica

Wesentlich schneller geht der Wandel zur E-Mobility bei Piaggio. Die Vespa Elettrica gibt es bereits als 45-km/h und 70-km/h Version. Neben der klassischen Optik findet sich hier auch eine gute Technik. Ausgestattet mit 3 Fahrmodi schafft die Vespa Elettrica im Power Modus 70 Kilometer. Bremsen mit CBS-System, Rekuperation, viel Stauraum, einer  Lademöglichkeit für Smartphones und ausreichend Platz machen die Piaggio-Vespa zu einem fast perfekten E- Roller. Wäre da nicht der fest verbaute Akku und der extrem hohe Preis.

Piaggio-One-Elektroroller
© Piaggio One Elektroroller

Seit Anfang Juli gibt es nun einen Nachfolger. Der Piaggio One ist trotz Top Performance und Hightech-Technologie wesentlich günstiger als die Vespa Elettrica. Er wird in zwei Leistungsstufen, nämlich als Kleinkraftrad mit 45 km/h und als Leichtkraftrad mit 60 km/h angeboten. Diesmal lässt sich der Akku entnehmen, die Reichweite variiert je nach Modell.  Es gibt den Piaggio One, den Piaggio One+ und den Piaggio One Active.

Ola Electric Elektroroller – der neue Player im Markt

Ola Electric ist ein indischer Hersteller mit exorbitanten Plänen. Der Hersteller plant eine neue Megafactory um den Weltmarkt zu versorgen. Alle 2 Sekunden soll dann ab Mitte 2022 ein Elektroroller vom Band laufen. Das wären jährlich 10 Millionen Roller oder 15 % aller E-Roller der Welt.

© Ola Electric Motoroller Werk
© Ola Electric Motoroller Werk

Basierend auf dem AppScooter von Etergo, einem Startup aus Amsterdam, das 2020 von Ola Electric übernommen wurde, soll der E-Roller eine Reichweite von sagenhaften 240 Kilometer schaffen. Selbst wenn er in der Realität nur auf 150 km kommt, wäre das enorm. Statt einem Stahlrohrrahmen setzt das Unternehmen auf ein selbstragendes Monocoque  aus Glasfaserlaminat. Der Elektroroller bietet nicht nur Platz für 2 Personen, sondern auch massig Stauraum. Bei 60 Liter Fassungsvermögen passt sogar eine Bierkiste unter den hochklappbaren Sitz. Vom Stauraum nehmen die Akkus mit praktischem Tragegurt übrigens nichts weg, denn die Batterien sind in der Fußablage platziert. Integrierte Lautsprecher, eine fest eingebaute Navigationsfunktion und ein 7 Zoll großes Cockpit mit Touchscreen machen den Ola Electric zu einer futuristischen Alternative, auf die sich das Warten lohnen kann.

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