Drosselung von E-Rollern

Statt einen E-Roller zu entdrosseln, damit er schneller fährt, geht es auch umgekehrt. Das nennt man dann Drosselung. Aber wozu ist sie gut? Und was muss man dabei berücksichtigen?

Minimoto E-GTS
©Minimoto eGTS

Viele Elektroroller können mittlerweile von 45 km/h auf 25 km/h gedrosselt werden. Das hat den Vorteil, dass sie problemlos als Elektro Mofa oder Elektromoped mit Straßenzulassung gefahren werden können. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h darf der E-Roller dann auch von einem Fahranfänger ab 16 Jahren und mit einer vorhandenen Mofa-Prüfung gefahren werden. Den Roller zu drosseln ist keine große Sache, wenn man sich ein wenig auskennt. Tüftler können das auch alleine machen.

Es gibt nämlich kein Gesetz, das vorschreibt, dass man dafür eine bestimmte Qualifikation benötigt. Nach der Drosselung liegt die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs bei 25 km/h, wenn der Einbau korrekt durchgeführt wurde. Diese bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit ist laut StVZO die Geschwindigkeit, die das Fahrzeug durch seine Bauart erreicht, nicht die, die in den Papieren steht.

Die Abnahme erfolgt im Anschluss durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen, es wird also ohnehin geprüft, ob alles gemäß Teilegutachten eingebaut ist.

Wenn alles passt, gibt es ein entsprechendes Zertifikat. Dieses Gutachten zur Erlangung der Betriebserlaubnis legt man den Behörden vor. Aufgrund der Vorlage wird einem die Zulassungsstelle eine neue Betriebserlaubnis mit 25km/h-Eintrag ausstellen.

Wer sich einen 45 km/h E-Roller kauft, muss mit höheren Kosten rechnen als bei einem 25-er Roller. Es gibt viele Elektroroller, die sowohl als 45 km/h Version, als auch als 25 km/h Version verfügbar sind. Die Drosselung schlägt auch nochmal mit ca. 300 Euro zu Buche, wenn man sie in einer Werkstatt vornehmen lässt. Warum sollte man das also tun?

Weil der nächsthöhere Führerschein oft nur wenige Jahre nach dem Mofa-Führerschein folgt, und man dann auch die erlaubte (Klasse fahren will. Anstatt sich nach so kurzer Zeit einen neuen, schnelleren E-Roller zu kaufen, kann man sich gleich einen mit 45 km/h zulegen, diesen drosseln lassen und dann später relativ unkompliziert wieder entdrosseln.




Teile diesen Beitrag auf Social Media:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email
Share on pinterest

4 Kommentare zu „Drosselung von E-Rollern“

  1. STEPHAN RIEPSHOFF

    Ich habe einen e-Roller von Jiangsu grbraucht gekauft, leider später erst realisiert, dass es ein 45kmh Roller ist. Ich habe schon den Hersteller angeschrieben, leider noch keine Reaktion bekommen. Gibt es Hilfe um den Roller per software über den PC zu drosseln?

    1. Hallo Stephan, leider ist uns Jiangsu nicht bekannt. Eine Drosselung müsste aber auf jeden Fall in den Papieren eingetragen werden

  2. Herbert Hoffmann

    Ich überlege mein Auto durch einen e-Fluks Chopper zu ersetzen. Wenn ich diesen auf 25 km/h drosseln (lassen) würde und dies vom TÜV bescheinigen ließe, darf ich dann auch auf Fahrradwegen fahren?

    1. Hallo Herbert, ja grundsätzlich kannst du aus einem eflux bis 45 kmh eine eMofa bis 25 machen, wenn du sie drosselst. Aber die Eintragung in den Papieren ist nicht einfach, also die entsprechende Bescheinigung beim mTüv zu bekommen. Der TÜV muss das ja entsprechend auch untersuchen und abnehmen. Da entstehen einige Kosten. Warum holst du Dir nicht gleich eine eMofa bis max. 25 Km/h

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Die neusten News