Die e-Scooter Unfallstatistik für 2020

e-Scooter, die neuen Elektrokleinstfahrzeuge haben seit ihrer Zulassung im Jahre 2019 eine weite Verbreitung gefunden. Jetzt liegt die Unfall Statistik für 2020 vor.

E-Scooter mit Straßenzulassung

Vermieter von Elektroscooter, wie Lime, Bird oder Tier haben ihre Fahrzeugflotten bereits in fast allen großen Städten positioniert und sorgten für ein weiteres Wachstum. Zu kaufen gibt es die e-Roller auch schon in verschiedenen Supermärkten, im Elektrofachhandel und natürlich im Internet. Die Zulassungszahlen steigen ständig und damit auch die Anzahl der Unfälle und Verkehrsdelikten.

Das statistische Bundesamt hat jetzt für das Jahr 2020 eine vorläufige Unfallstatistik beziehungsweise Zahlen zu Verkehrsverstößen im Umgang mit den Elektrorollern herausgebracht.

Die Unfall Statistik zu eScooter 2020 im Überblick

    • Mit einem Anteil von 18,3 % war Alkoholeinfluss die häufigste Unfallursache
    • Ca. 33,7 % aller verunglückten Personen waren jünger als 25 Jahre
    • An 0,8 % aller Unfälle mit Personenschaden waren eScooter mitbeteiligt

Im Jahr 2020 gab es laut Statistischen Bundesamt (Destatis )in Deutschland 2155 Unfälle mit sogenannten Elektrokleinstfahrzeugen, bei denen Personen verletzt oder sogar getötet wurden. Es kamen dabei 5 Menschen ums Leben, 386 Personen wurden schwer verletzt und 1 907 nur leicht. 80 % der Unfälle wurden mit E-Scooter gemacht. 644 Mal handelte es sich um Fahrunfälle, bei denen die Fahrzeugführer die Kontrolle über ihren eScooter verloren haben, ohne dass andere Personen involviert waren. 3 der 5 getöteten Fahrzeughalter verunglückten bei Alleinunfällen tötlich. Bei 1 170 Unfällen mit Personenschaden war eine zweite Person beteiligt gewesen. Bei 693 Unfällen war ein PKW beteiligt gewesen.

Häufigste Ursache: Alkohol und Missachten der Verkehrsregeln

Als Unfallursache kommt entweder eigenes Fehlverhalten oder das anderer in Frage. 2 355 wurde ein Fehlverhalten des Fahrenden aufgenommen. Alkoholeinfluss als häufigste Ursache mit 431 Fehlverhalten entstand bei 18,3 % der Fälle. Und das obwohl im neuen Bussgeldkatalog für eKF das Fahren mit eScootern unter Alkoholeinfluss klar bestraft wird. Neben dem Alkoholeinfluss stellte die Polizei fest das häufig eine falsche Benutzung der Fahrbahn oder der Gehwege die Ursache war. Die war in  392 Fällen bei einem Anteil von 16,6 % die Ursache. Die Verkehrsregel sieht vor, das E-Scooter-Nutzer/innen Fahrradwege nutzen und wenn diese nicht vorhanden sind auf Fahrbahnen oder Seitenstreifen ausweichen. Streng verboten ist das Fahren auf Gehwegen. Als dritt häufigte Ursache wird die nicht angepasste Geschwindigkeit genannt. Dies führte bei 199 Fällen bzw. 8,5 % zu Unfällen. Zwar ist die Geschwindigkeit eines E-Scooters in Deutschland auf 20 Stundenkilometer begrenzt. Aber das ist auf Gehwegen oder Fahrradwegen auch oft schon zu schnell, um eventuell auszuweichen oder abbremsen zu können.

Fazit

Die meißten Fälle traten beim Fahren unter Alkoholeinfluss ein. Das waren 431 Fälle oder 18,3 %. Im gleichem Zeitraum waren es bei Fahrradfahrenden 7,1 %, und bei zulassungsfreien Krafträdern 7,8 %. Die Unfallverursacher mit eScootern sind vergleichsweise jung. 76,0 % der Beteiligten waren im statistischen Zeitraum 2020 jünger als 45 Jahre und 33,7 % waren jünger als 25 Jahre. Nur 7,4 % der Fahrer von Elektrokleinstfahrzeugen sind älter als 65 Jahre. Bei Unfällen mit dem Fahrrad oder Pedelec waren die über 65jährigen mit 18,2 % deutlich öfters beteiligt. 50,3 % waren dagegen jünger als 45 Jahre und nur 24,2 % waren jünger als 25 Jahre. Dennoch plädieren jetzt schon viele aus der Politik für eine Helmpflicht für eScooter Fahrer. In der Sonderveröffentlichung zum Unfallgeschehen von Elektrokleinstfahrzeugen (E-Scooter) 2020 heißt es ferner, das E-Scooter im deutschen Unfallgeschehen eine vergleichsweise geringe Rolle spielen. Von 264 000 registrierten Unfällen mit Personenschaden waren nur an 0,8 % war ein E-Scooter-Fahrer/innen beteiligt. Noch größer wird der Unterschied im Vergleich zu Fahrradunfällen. 2020 wurden hierzu in Deutschland ca. 91 500 Unfälle mit Personenschaden registriert. 426 Fahrradfahrer/innen kamen dabei ums Leben, 17 079 wurden schwer verletzt und 74 472 leicht verletzt. 

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1 Kommentar zu „Die e-Scooter Unfallstatistik für 2020“

  1. Dr. Hagen Sexauer

    sehr spannende Entwicklung. Denke aber, dass die Statistik mit Fährrädern in Großstädten ähnlich ausfallen würde 😉

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