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EMicro Explorer (DE) – Gut Ding will Weile haben

Bereits 1996 wurde die Firma Micro Mobility Systems gegründet. Seit dem Millenniumwechsel ist das Schweizer Unternehmen auch in Deutschland ansässig. Begonnen hat das Sortiment mit Tretrollern, mittlerweile umfasst die Produktpalette auch Scooter und Kickboards.


Der EMicro Explorer, eine Weiterentwicklung des EMicro Merlin X4, kommt am 11. März 2020 auf die deutschen Straßen auf den Markt und soll Power und Komfort vereinen. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das, was dich erwartet.

Fahren – Handling – Sicherheit

Das Fahren

Mit dem Hintergrund der Produktentwicklung in der Schweiz ist es nicht verwunderlich, dass der E-Scooter EMicro Explorer DE laut Hersteller mit einer Steigfähigkeit von 15 – 20 % locker klarkommt. Die Reichweite beträgt 25 km. Bei einer Alpenüberquerung dürfte sich diese dementsprechend verringern. Die Höchstgeschwindigkeit des vorne montierten 250 Watt-Nabenmotors liegt, aufgrund von Deutschen Vorgaben zur Straßenzulassung, bei 20 km/h. Über einen Gasdrehgriff am rechten Lenker wird die Geschwindigkeit bei dem schwarzen E-Roller erreicht. Dank Vorder- und Hinterrradfederung lassen sich kleine Unebenheiten in der Bodenbeschaffenheit gut kaschieren. Offroadfähig ist er jedoch nicht. Ein Display informiert über Schnelligkeit und Akkuleistung.

Das Handling

Ein intuitiver Fußfaltmechanismus sowie faltbare Handgriffe machen es einfach, den Explorer Scooter auf eine handliche Größe von 320 x 1050 x 145 mm einzuklappen. Fahrbereit hat er die Maße 1085 x 1050 x 520 mm. Der 7.8 Ah-Akku lässt sich, im Gegensatz zu anderen E-Scootern dieser Marke, nicht entnehmen. Mit seinen 13,5 kg siedelt er sich gewichtstechnisch im Mittelfeld an. Dafür ist er schnell aufgeladen. Nach 2 Stunden am Strom hat er 70 % Power, nach nur 3,5 Stunden ist er komplett voll. Die Teleskop-Lenkstange des EMicro Explorers lässt sich variabel einstellen.

Die Sicherheit

Um eine StVO-Zulassung für Scooter in Deutschland zu erhalten, gibt es gesetzliche Vorgaben, die der Emicro Explorer (DE) mit Schweizer Genauigkeit erfüllt: Das deutsche Modell besitzt eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), eine Kennzeichenhalterung am Schutzblech und ein Typenschild. Um Fahrten im Dunkeln zu absolvieren, gibt es bei dem EMicro Explorer seitliche Reflektoren und straßenkonforme Lichter. Das Vorderlicht ist im Vergleich zu anderen Modellen relativ weit unten integriert. Auch eine Handbremse, die die Trommelbremse am Hinterrad aktiviert, sowie eine integrierte Klingel ist bei dem schmucken E-Roller vorhanden. Schwerer als 100 kg darf der Fahrer, inklusive Gepäck, nicht sein.

Die Technik des eMicro Explorer:

Motorleistung

E-Scooter EMicro Explorer DE wird über einen leisen Nabenmotor mit 250 W Nennleistung angetrieben. Der mittelstarke Elektromotor ist vorne montiert. Die maximale Motorleistung beträgt 600 W. Mit solchen Werten dürften Bergauffahrten mit 15 bis 20 % Steigungswinkel kein Problem darstellen. Da es sich um einen Scooter mit deutscher Straßenzulassung handelt, ist die Höchstgeschwindigkeit auf 20 km/h gedrosselt. Das Anfahren mit dem eMicro Explorer ist eher sanft, die Beschleunigung ist in Ordnung.

Akku, Ladezeit, Reichweite

Die schlechte Nachricht zuerst. Der eMicro Explorer Akku mit 7,8 Ah und LG Zellen lässt sich nicht entnehmen. Dafür lässt er sich schnell aufladen. Lediglich 3,5 Stunden braucht der 280 Wh Akku für eine volle Ladung. Nach bereits zwei Stunden ist er zu 70 % gefüllt. Benötigst du einen neuen Akku, wird dieser von dem Hersteller eingebaut. Insgesamt kommt der Emicro Explorer E-Scooter auf eine Reichweite von bis zu 25 km. Das ist abhängig von dem Gewicht des Fahrers, dem Fahrstil und der Strecke, die du fährst.

Bremsen

emicro explorer escooter

©EMICRO

Für die neue StVO-Verordnung müssen Elektro-Scooter mit zwei Bremsen ausgestattet sein. Vorn gibt es eine elektrische Trommelbremse. Die Explorer Trommelbremse am Hinterrad wird über die Handbremse am Lenker aktiviert. Beim Anziehen der Bremshebel wird der Bremsbelag von innen gegen die rotierende Trommel gepresst. Das Bremsverhalten ist eher sanft, der Bremsweg dafür länger. Viele Hersteller warnen davor, E-Scooter auf nassen zu nutzen. Gerade Trommelbremsen verlängern den Bremsweg auf nassen Straßen erheblich. Auch eine Rekuperation ist vorhanden.

Räder

Der EMicro Explorer verfügt über eine Vollfederung. Auf minimal holprigen Strecken wirst du also nicht ganz so heftig durchgeschüttelt. Bei der Bereifung hat sich Micro Mobility Systems für Vollgummireifen entschieden. Sie kommen ganz ohne Luft aus, was sie pannensicher macht. Jedoch können sie leichter wegrutschen. Die Rollengröße beträgt 200 mm. Die großen Räder ermöglichen eine angenehme Fahrt.
Solltest du die Reifen wechseln wollen, machst du das am besten bei einem Profi in der Werkstatt.

Gewicht, Zuladung

Das Gesamtgewicht vom eMicro Explorer Scooter beträgt 13,5 Kilogramm. Klar, es gibt auch Scooter, die unter 10 kg wiegen, aber wenn du nicht täglich in den 12. Stock rennen musst, ist das vertretbar. Die Zuladung wird mit maximal 100 kg angegeben. Die sind schnell erreicht, wenn dein bücherbepackter Rucksack mitfährt.

Faltmechanismus

emicro e-scooter explorer faltbar

@EMICRO

Der Lenker ist in der Höhe verstellbar. Über den Fußfaltmechanismus lässt sich der e Micro Explorer DE intuitiv falten. Die kompakten Maße von 32 x 105 x 14,5 cm ermöglichen es, den E-Scooter handlich zu verstauen oder in der Bahn zu transportieren. Auch die Handgriffe lassen sich einklappen.

Ausstattung, Smart-Features

Beschleunigt wird mit einem gut dosierbaren Gasdrehgriff und keinem Daumenhebel, wie das oft der Fall ist. Unterwegs zeigt dir ein integriertes Display die wichtigsten Daten an. Dazu zählen die Geschwindigkeit und der Ladestand des Akkus.
Der E-Roller kann über Bluetooth mit der Micro App verbunden werden. Mit einem Ständer stellst du den E-Micro Scooter ab. Straßenverkehrskomforme Lichter vorn und hinten ermöglichen eine Fahrt bei Dunkelheit. Das Vorderlicht ist unten an der Lenkstange fest verbaut.

Das Fazit

Die Optik des EMICRO EXPLORER gefällt. Gerade der vordere Bereich wirkt aufgeräumt, Kabelsalat gibt es bei dem schwarzen E-Scooter keinen. Auch die Ladezeit ist ein echtes Plus bei diesem Roller. Ob sich die UVP vom Händler, immerhin 1.099,90 €, wirklich lohnt, sagen wir dir, sobald wir ihn vor Ort testen konnten. Du willst jetzt sofort einen Scooter? Dann vergleiche die bereits erschienenen Modelle Emicro M1 Colibri und M2 auf e-roller.com.

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