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E-Scooter leasen

Wollt Ihr, aus welchen Gründen auch immer, nicht direkt einen E-Roller kaufen, könnt Ihr erstmal einen E-Scooter leasen. Leasen bedeutet nichts anderes, als ihn für eine Weile auszuleihen. Ihr bezahlt dann für die Dauer der Nutzung und obendrauf einen gewissen Zusatzbetrag für die Leasing-Gesellschaft. E-Scooter Leasing ist manchmal, aber nicht immer, günstiger als der Kauf, und nach Laufzeitende könnt Ihr einfach auf ein neueres Modell umsteigen. Die Gründe, einen E-Roller leasen zu wollen, können unterschiedlichster Natur sein. Ob als Firmenmobil oder rein privat, wir haben uns genauestens angeschaut, mit welchen Kosten man beim E-Roller mieten rechnen muss und welche Vor- und Nachteile dadurch entstehen.

Warum einen E-Scooter leasen?

Da E-Roller immer beliebter werden und keine Probleme bei der Parkplatzsuche bereiten, eignet sich das E-Scooter Leasing nicht nur für Angelo, den Lieblings-Pizzabäcker um die Ecke. Denn auch nicht-italienische Lieferservices sprießen wie Pilze aus dem Boden. Wer nachts in einer Großstadt mal ein freies Fleckchen zum Autoabstellen gesucht hat, der weiß, dass das ein sehr schwieriges Unterfangen ist. Und damit die Diabolo mit Extrakäse nicht eiskalt bei Euch ankommt, sind Leihscooter für alle Lieferdienste eine echt gute Geschäftsidee. Bei vielen Anbietern gibt es nicht nur einen Helm dazu, sondern gleich eine robuste Transportbox mit dem jeweiligen Firmenlogo. Aber nicht nur für Geschäftsleute lohnt sich das E-Roller Leasing.

Auch Privatpersonen kommen auf Ihre Kosten, gerade wenn sie nicht im Einzugsgebiet von Lime und Co wohnen und daher nicht täglich einen E-Scooter mieten können, wenn Bedarf besteht.

Die Voraussetzungen, um einen E-Scooter zu leasen

Die Voraussetzungen für einen Leasingvertrag sind bei Privat- als auch beim gewerblichen Leasing ähnlich. Der Anbieter will Sicherheiten sehen. Als Privatperson solltet Ihr über ein regelmäßiges Einkommen verfügen und natürlich in der Lage sein, die monatliche Leasingrate zu begleichen. Seid Ihr kreditwürdig? Mit einem negativem SCHUFA-Eintrag ist Leasing nämlich nicht möglich.

Welche Leasing-Dauern gibt es?

Ein waschechter Leasing-Vertrag, bei dem Firmen sich eine Flotte an E-Rollern anmieten, geht meistens über 2-3 Jahre hinweg. Aber es gibt auch kürzere Vertragszeiten. E-Scooter von CityBlitz könnt Ihr bereits ab einer Laufzeit von einem Monat mieten. Je länger Ihr den Roller anmietet, desto billiger wird er. Für einen Monat zahlt Ihr für den CityBlitz Beast 109 Euro, entscheidet Ihr Euch vorab für 12 Monate Leasingzeit, kostet er nur noch 40 Euro im Monat. Dieses Angebot gibt es bei MediaMarkt und Saturn zusammen mit Grover. Einzig der Verleiher Otto Now hält seine Preise für Leihscooter beständig, egal ob Ihr sie einen Monat oder 12 Monate ausleiht.

Je länger die Mietdauer, desto günstiger das Angebot.

E-Scooter leasen über den Arbeitgeber

Im Normalfall sagt Euer Arbeitgeber: „Mensch, E-Roller find ich töfte, ich werde für alle meine fleißigen Mitarbeiter einen E-Roller leasen.“ Er sucht sich einen Hersteller aus, least den oder die Elektroroller für 3 Jahre und Ihr dürft Ihn dann sowohl dienstlich wie auch privat nutzen. Klingt schon mal gut. Aber da nichts im Leben umsonst ist, wird Euer Boss vermutlich erwarten, dass Ihr auf einen kleinen Teil Eures Lohns verzichtet, damit Ihr mobil seid. Zusätzlich kommen auf Euch die Kosten der Aufladung hinzu. Da E-Roller aber so sparsam sind, geht das kaum ins Geld. Einmal volltanken kostet ca. 1 Euro.

E-Scooter Leasing, die Vorteile für den Mitarbeiter

  • Monatliche Raten ohne Anzahlung
  • Im Vergleich zum Barkauf bis zu 46 % sparen
  • Wartung und Versicherung sind inklusive
  • Parkplatzsuche gehört der Vergangenheit an
  • E-Roller lässt sich nach Wunsch konfigurieren

E-Scooter Leasing, die Vorteile für den Mitarbeiter

  • Nutzung von Elektrofahrzeugen gut fürs Image
  • Mitarbeiterbindung und -motivation
  • Smarte Alternative zum Dienstwagen
  • Innovative und nachhaltige Mobilitätslösung
  • Steuereinsparungen durch Betriebsausgabenabzug

Den E-Scooter leasen und danach kaufen?

Geleaster Firmen-Scooter

Seid Ihr nach der Laufzeit immer noch angetan von dem umweltfreundlichen Mobil und wollt ihn nach den 36 Monaten gar nicht mehr hergeben, gibt es leider keinen Rechtsanspruch auf den Kauf, wenn der E-Roller über Eure Firma geleast wurde. Das liegt an der rechtlichen Abgrenzung zwischen einem Kauf und dem E-Scooter Leasing. Aber keine Sorge, wenn sich Euer Unternehmen und der Leasingpartner einigen und kein Problem mit dem Verkauf haben, könnt Ihr Euren treuen Begleiter abwerben. Bei Govecs liegt der Kaufpreis bei 10 % des Anschaffungspreises.

Auch wenn Ihr vorher dem Boss die Kündigung auf den Tisch knallt, gibt es die Möglichkeit den Leasing-Vertrag aufzulösen und den E-Scooter an Euch zu verkaufen. Oder er bleibt im Unternehmen und wird Eurem Nachfolger zur Verfügung gestellt. Was nicht geht, ist, dass Ihr den E-Scooter in die neue Firma mitnehmt und den künftigen Arbeitgeber nötigt, den Leasing-Vertrag zu übernehmen.

Privat geleaster Scooter

E-Scooter leasing

Segway Ninebot Max G30D leasen

Hier müsst Ihr nicht auf gut Dünken seitens Eures Chefs hoffen. Ist Euer privater E-Scooter Leasingvertrag zu Ende, kann nach Ablauf der Mietdauer der E-Scooter direkt vom Leasingpartner gekauft werden (auch hier besteht kein Recht darauf). Die Firma Grover will dafür lediglich einen Euro von Euch haben. Rein symbolisch versteht das. Sind die wirklich so nett? Ne. Die machen damit noch einen Reibach. Wir packen den Rechenschieber aus und erklären Euch, warum sich der Kauf nach dem Mieten oft gar nicht lohnt:

Wer den Segway Ninebot Max G30D E-Scooter für den symbolischen Euro kaufen will, muss nämlich

vorher 19 x Miete gezahlt haben. Und zwar zu 49,90 Euro pro Monat (bei Grover). Summa Summarum sind das 948 Euro und ein paar Zerquetschte. Kauft Ihr Euch den MAX G30D hingegen neu, zahlt Ihr nur 739 Euro.

Selbst abzüglich Versicherungskosten ist es immer noch billiger, den Segway Ninebot direkt neu zu kaufen als den E-Scooter leasen zu wollen.

Die Versicherung beim E-Scooter Leasing

Bei einem firmenbasierten Leasing-Vertrag sind der Arbeitnehmer und sein E-Scooter versichert. Durch die Firmenroller-Vollkaskso ist der Roller gegen alles gewappnet: Langfinger, Beschädigungen durch Unfälle, Stürzte und vieles mehr. Die Versicherung geht oft sogar über die Grenzen hinaus und gilt auch in der EU und der Schweiz.
Wer privat einen E-Roller leasen will, muss sich das Kleingedruckte durchsehen. Bei geleasten Unu Rollern sind beispielsweise keine Reparaturen, Inspektionen oder Versicherungen dabei.

Müsst Ihr Steuern zahlen beim E-Scooter Leasing?

Um die Steuern kommt der Arbeitgeber nicht herum. Denn so ein E-Scooter unterliegt der Besteuerung des geldwerten Vorteils, da er ein Dienstwagen ist. Da die Elektromobilität gefördert werden soll, hat sich Anfang 2019 die Bemessungsgrundlage aber um 50 % reduziert. Sprich: Es müssen lediglich 0,5 % des Listenpreises versteuert werden. Für Elektrofahrzeuge, die nach dem 2018 zugelassen sind, kann der geldwerte Vorteil im Folgejahr mit 0,25 % des Bruttolistenpreises versteuert werden. Das geht aber nur, wenn das Fahrzeug keine CO2 Emission hat und allerhöchstens 40.000 € brutto kostet.

Das E-Scooter Leasing-Angebot: Eine Beispielrechnung

E-Scooter leasen

GroverGo Scooter leasen für 19,90€

Gehen wir davon aus, dass ein neuer E-Roller 6000 Euro kostet. Dazu kommt noch die Versicherung von 600 Euro für drei Jahre. Für die Wartung rechnen wir mit 900 Euro, ebenfalls für 3 Jahre. Das macht 7500 Euro an Gesamtkosten bei einem Privatkauf.

Dem gegenüber stellen wir ein Leasingangebot für einen Firmenroller anhand von Govecs. Das Preisbeispiel gilt für die E-Schwalbe L1s. Hier könnt Ihr E-Roller leasen für 89 Euro im Monat. Versicherung und Wartung sind inklusive. Der Händler will am Ende eine Schlussrate von ca. 840 Euro. Damit zahlt Ihr knapp über 4000 Euro für den gleichen Zeitraum. Ein Ersparnis von rund 3500 Euro!

E-Roller Leasing ist manchmal günstiger als der Kauf und Ihr könnt nach Laufzeitende auf ein neueres Modell umsteigen.

Etwas anders verhält sich das beim E-Scooter Leasing. Manche E-Scooter, wie der Ninebot Max G30D sind sehr stabil, was den Neupreis von über 700 Euro angeht. Mietet Ihr diesen bei Otto Now, zahlt Ihr 468 Euro Miete für 12 Monate. Auf Basis der Differenz zwischen Miet- und Kaufpreis lohnt sich das Angebot von Otto Now für ein Jahr.

Sieht man sich den iconBIT IK-1927K an, würde die Jahresmiete bei MediaMarkt/Saturn aktuell fast 360 Euro kosten, während das Modell mittlerweile so günstig ist, dass Ihr es für 20 Euro weniger kaufen könntet. Da muss man von Fall zu Fall abwägen, ob sich ein Kauf oder Leasing lohnt.

Die wichtigsten Online-Shops für E-Scooter Leasing:

Die Nachteile beim E-Scooter leasen

Niemand will im Winter bei Eiseskälte mit einem E-Scooter fahren. Für einen günstigen Gesamttarif müssen die Monate der kalten Jahreszeit aber mitbezahlt werden. Eventuell steht der E-Roller nur ungenutzt in der Garage und wartet gelangweilt auf den Frühling. Wird umgekehrt deshalb die Mietdauer von vornherein verkürzt, erhöhen sich die monatlichen Kosten.

Achtung: Ein Privatleasingvertrag kann praktisch nicht gekündigt werden. Denn der kalkulierte Wertverlust des Leasinganbieters ist erst am Ende der Laufzeit durch die Leasingraten gedeckt. Aus diesem Grund ist eine vorzeitige Vertragsauflösung nicht eingerechnet.

Der geleaste E-Scooter muss bei der Rückgabe in einwandfreiem Zustand sein.

Wollt Ihr den geleasten E-Scooter nach dem Mieten behalten, zahlt Ihr eventuell drauf. Auch ist die Nachfrage von E-Scooter Leasing anscheinend so groß, dass viele Anbieter kein Kontingent haben. Hier müsst Ihr teils mit langen Wartezeiten rechnen, um Euer Wunschmobil mieten zu können.

Fazit zum E-Roller Leasing 2020

Seid Ihr noch nicht so erfahren mit einem E-Scooter mit Straßenzulassung oder wollt Ihr mehrere unterschiedliche E-Roller längerfristig ausprobieren, kann das Leasing für einen gewissen Zeitraum bei der Kaufentscheidung helfen. Je kürzer die Mietdauer, desto teurer wird die Rumprobiererei aber auch pro Monat. Die meisten E-Roller könnt Ihr schließlich beim Händler Probe fahren, um ein Gefühl dafür zu bekommen. So teuer sind E-Scooter heutzutage nämlich gar nicht mehr und beim Leasing gebt Ihr teilweise ähnlich viel Geld aus, müsst Euch aber am Ende der Laufzeit von Eurem neuen besten Kumpel wieder trennen. Wollt Ihr ihn dem Händler abkaufen, zahlt Ihr eventuell drauf. Wisst Ihr schon vorher, dass Ihr nur für kurze Zeit einen E-Scooter leasen wollt, also beispielsweise im Sommerurlaub, dann lohnt sich der Deal. Auch für Firmen macht das Leasing Sinn. Wer aber als Privatperson langfristig einen E-Scooter haben möchte, ist mit einem Neukauf definitiv besser bedient.