Seniorenroller über die Krankenkasse?

Wer mit einem Seniorenroller liebäugelt, hat sicher schon einmal davon gehört, dass die Krankenkasse die Kosten solcher Fahrzeuge übernimmt. Schnell ist die Wahl auf einen windschnittigen Senioren Scooter mit 25 km/h gefallen, doch dann kommt der Brief der Krankenkasse. Mit einer Absage. Warum?

Eco engel 401
Eco Engel 401 Seniorenroller

Auch wenn viele Modelle von Eco Engels und Co als Seniorenroller betitelt werden, sind sie keine Krankenstühle in dem Sinne. Denn mit einem Krankenstuhl ist man verkehrsrechtlich ein Fußgänger. Und Fußgänger sind langsam, so wie auch der Seniorenroller, der unter diese Rubrik fällt. Damit das Senioren Elektromobil von der Krankenkasse bezahlt wird, muss der Seniorenroller also auf 6 km/h gedrosselt sein. In einigen Fällen werden auch kraftvollere Elektromobile bis 15 km/h gefördert.

Wohnt der Antragsteller beispielsweise auf dem Land und muss eine längere Strecke zum Arzt oder Einkaufen zurücklegen, besteht diese Option. Daher sollte man im Vorfeld mit der Krankenkasse sprechen, um zu sehen, was im Einzelfall möglich ist. Damit der Seniorenroller über die Krankenkasse förderfähig ist, muss er den Anforderungen an ein Hilfsmittel nach §33 SGB V entsprechen. 

Ein gesetzlicher Anspruch auf einen Seniorenroller über die Krankenkasse besteht nur, wenn dieser eine Behinderung ausgleichen kann oder dabei hilft, sie vorzubeugen. Das entscheidet der Arzt. Lehnt die Krankenkasse den Antrag für Seniorenroller ab, kann man Einspruch einlegen.

Wird das Elektromobil genehmigt, gibt es von der Krankenkasse einen Zuschuss in Form einer Mietpauschale. Somit ist der Seniorenroller lediglich eine Leihgabe auf Zeit. Wie hoch der Zuschuss für den Seniorenroller ist, variiert je nach Krankenkasse. Es besteht kein Anspruch auf ein Neufahrzeug. Die Kasse kann genauso gut auf ein gebrauchtes E-Mobil mit Hilfsmittelnummer verweisen. Ist der Zeitraum der Leihgabe abgelaufen, wird man vom Sanitätshaus kontaktiert. Besteht weiterhin Bedarf, kümmert sich die Krankenkasse um alles weitere.

In vereinzelten Fällen ist es aber doch möglich, sich ein Elektromobil seiner Wahl selbst anzuschaffen und sich die Mietpauschale für den Seniorenroller von der Krankenkasse auszahlen zu lassen. Der Versicherer zahlt diese einmalig aus und spart sich dadurch die Kosten für die Wiederversorgung mit dem Hilfsmittel. Ob die Krankenkasse kulant ist, lässt sich nur in einem Gespräch herausfinden. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

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