Lebensdauer & Ladezyklen von E-Roller Akkus

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Ohne Akku geht nichts bei einem Elektroroller. Doch woran lässt sich bemessen, wie lange einem die Batterie zur Seite steht und wie kann man die Lebensdauer verlängern? Wir informieren über Ladezyklen und was Ihr noch bei Kauf und bei der Wartung eines E-Rollers beachten solltet.

Welche Akku Typen gibt es?

Bei Elektrorollern und E Scootern werden meist Lithium Ionen oder Beli Akkus verbaut. Beide haben Ihre Vor- und Nachteile. Blei Gel Akkus gelten als robust und sind schwerer als ein Lithium-Akku. Die Möglichkeit einer Selbstentladung bei Blei Gel Akkus ist größer. Lithium-Ionen-Akkus haben meist eine längere Lebensdauer, sind leichter und einfacher zu recyceln. Einige moderne Modelle werden daher schon mit den leichten Lithium Ionen Wechselakkus verbaut. Die herausnehmbaren Akkus bieten so, im Vergleich zu fest verbauten integrierten Akkus  die einfachere Möglichkeit zum Aufladen und der Lagerung.

Ein Akku hat unterschiedliche Ladezyklen

Die Lebensdauer eines Akkus wird in Ladezyklen gemessen. Bei den meisten E Rollern liegt die Herstellerangabe zwischen 500 und 2000 Ladezyklen. Wird der Akku nach einer Entladung von 50 % ans Ladegerät angeschlossen, zählt das nur als ein halber Ladezyklus.

Die längste Lebensdauer haben heutzutage Lithium-Ionen-Akkus. Dem gegenüber stehen Akkus aus Blei-Gel. Wird ein E-Roller täglich geladen, würde er bei 1000 Ladezyklen ca. 3 Jahre durchhalten. Im Anschluss gibt der Akku nicht gleich den Geist auf, aber die Leistung wird eben immer weniger. Und weniger Leistung bedeutet weniger Reichweite.

Wie lädt man einen Akku richtig?

Auch beim Laden eines Akkus ist einiges zu beachten. Die Ladung sollte weder zu hoch noch zu niedrig sein. Das schont die Materialien des Akkus. Also achtet darauf, das Ihr das richtige Ladegerät benutzt.  Und achtet darauf, das Ihr den Akku erst wieder aufladet, wenn mehr als die Hälfte der Kapazität aufgebraucht ist. Beendet den Ladevorgang nicht bevor ein Ladestand von 70 Prozent erreicht ist. Außerdem sollte ein Akku nicht gleich, wenn er leer gefahren wurde an ein Ladegerät angeschlossen werden. Gebt ihm erstmal eine halbe Stunde Pause.

Wie nimmt die Leistung des Akkus ab?

Wenn es kalt ist, kann es passieren, dass der Ionentransport in der Zelle verlangsamt wird. Dadurch wird der Widerstand in den Akkus erhöht, was wiederum die Nutzung einschränkt. Auch Hitze mögen die Lithium-Ionen-Batterien nicht. Denn bei heißen Temperaturen bauen sich die Materialien der Batterie stärker ab. Auch wie stark der Akku beansprucht wird, beeinflusst seine Lebensdauer und damit auch die Anzahl der Ladezyklen. 

Wie kann ich die Lebensdauer beim Akku verlängern?

Wer bei seinem E Roller mit Wechselakkus arbeitet, sollte diese bevorzugt bei Temperaturen zwischen 5 und 30 Grad laden. Macht der Akku Winterpause, sollte er alle ein bis zwei Monate einmal aufgeladen werden. Hier sollte ein Temperaturbereich von 10 bis 25 Grad angestrebt werden. Wird dies versäumt, entlädt er sich selbst, was Schäden verursachen kann. Weder Blei-Akkus noch Lithium-Akkus mögen Tiefenentladung. Doch auch eine Lagerung in vollgeladenem Zustand führt langfristig zu einer verkürzten Lebensdauer.

Wie sollte man den Akku aufbewahren?

Grundsätzlich sollte die Batterie also weder zu voll noch zu leer aufbewahrt werden. Alles unter 90 % und über 10 % ist normalerweise okay. Außer die Anleitung des Herstellers sagt etwas anderes. Wenn Ihr den Akku etwas länger, zum Beispiel im Winter lagern wollt, dann könntet Ihr ihn zum Schutz vor Nässe und Sonne in einen geschlossenen Karton aufbewahren. Eine Lagertemperatur zwischen unter 10 Grad minus beziehungsweise 50 Grad Celsius plus ist für den Akku schlecht. Kellerräume, und Garagen sollten also trocken sein.

Wie muss ich meinen Akku pflegen?

Indem man immer das Ladegerät vom jeweiligen Hersteller verwendet, tut man seinem Akku einen Gefallen. Denn beim Aufladen mit zu hohem Ladestrom können beide Akku-Typen dauerhaft beschädigt werden. Nach der Aufladung sollte die Batterie vom Ladegerät getrennt werden. Übrigens: Wer ständig Gummi gibt und nur mit Höchstgeschwindigkeit durch die Gegend prescht, strapaziert ebenfalls den Akku.

Wieviel Ladezyklen sollte ein E-Roller Akku schaffen?

Um so mehr desto besser! Denn ein neuer Akku kostet einiges. Bei einem E Scooter kostet ein neuer Akku beispielsweise beim E Scooter Testsieger 199,- Euro. Beim Elektroroller wird es schon teurer. Ein Nova Motors Akku kostet über 600,- Euro. Soviel muss man auch bei einem sogenannten Seniorenmobil einplanen. Daher ist es schon wichtig beim Kauf auf die Angaben zu den Ladezyklen zu achten. 

Ein moderner Lithium Ionen Akku sollte zwischen 600 und 1000 Ladezyklen packen. Die meisten Hersteller machen dazu in der Modellbeschreibung Angaben. Grundsätzlich gilt hier natürlich, das man davon ausgehen kann, umso günstiger der E-Roller im Anschaffungspreis ist, desto eher ist davon auszugehen, das auch eine schwächere Batterie eingebaut wurde. 

Wie lange sollte ein Elektroroller Akku halten?

Bei ca. 500 bis 1000 Ladezyklen – je nachdem ob diese für einen E Scooter oder größeren Elektroroller herhalten – kann man von 5 Jahren ausgehen. Überlegt euch einmal, wie oft Ihr den Roller nutzen werdet und dementsprechend oft Ihr Ihn laden müsst. Bei 1000 Ladezyklen (einmal laden pro Tag) könntet Ihr das Fahrzeug jeden Tag drei Jahre Lang nutzen. 

Wenn man ein Elektrofahrzeug kauft, mit dessen Akku pro Ladung 50 Kilometer erreicht werden können, liegt die Laufleistung mit 1000 Ladezyklen bei 50000 Kilometern. Wenn ein kleiner E Scooter nur 600 Ladezyklen bringt, dann wären das bei 30 Kilometer Fahrt auch schon 18000 Kilometer.

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